
Art.Nr.: w4122
"Retrospektive Renate Müller" 60 Jahre Spielzeug und Design"
W 4122
Wertvolles Einzelstück aus dem HERMANN Familien-Archiv "Rupfentiere und Rupfen-Objekte von Renate Müller"
Made in Germany
Name: kleiner Rupfen "Kasper"
Edition: gefertigt als Sonderedition aus Anlass von 650 Jahre Sonneberg 1989/1990 in einer limitierten Auflage von 65 Stück
Limitierungsnummer Nr. 09/65
Limitierungsauflage: 65 Stück
Archiv-Einzelstück: aus dem HERMANN-Familien-Archiv um 1990
Produkt-Kategorie: Rupfentiere und Rupfen-Objekte von Renate Müller
Einzel-Nummer: W 4122
Entwurf und Design: 1990 Original-Design Renate Müller
Herstellungszeitraum: 1990
Herstellungsort: Design-Werkstatt Renate Müller, Sonneberg/Thüringen
Anmerkung: Never-Come-Back
Da der VEB Betrieb Sonni nach der Wende aufgelöst wurde und Renate Müller aufgrund der mit der Herstellung verbundenen Kraftanstrengung selbst auch nichts mehr herstellt, wird es die Rupfentiere und Rupfenobjekte von Renate Müller im freien Verkauf nicht mehr geben.
Modellart: Kasper-Handspiel-Figur, nicht gegliedert
Mund: aufgeklebt
Größe: Länge: 33 cm = 13 inches,
Material: Rupfen-Material natur aus Zuckersäcken für Hände und Kopf, und blauem Stoff-Körper mit gelber, aufgenähter Tasche
Augen: Schwarze Knopfaugen
Besonderheit: das Gesicht und die Hände sind mit Airbrush schattiert
Füllmaterial Kopf: der Kopf ist massiv und fest handgestopft mit Holzwolle
Haare: aus Paket-Schnur und Kordel
Schmuck: auf dem Körper ist ein bedruckte gelbe Tasche aufgenäht mit "650 Jahre Sonneberg - Spielzeugstadt"
Stimme: in der Tasche steckt eine Quietsch-Stimme mit "Kasperle 09/65"
Kleidung: mit einer Kasper Mütze aus Stoff in den Farben blau/gelb/rot/grün gekleidet. an der Mütze hängt ein silberfarbenes, hell klingendes Glöckchen.
Halsschmuck: mit einer weißen Kordel um den Hals mit einer Holzkugel
Besonderheit: im Körper befindet sich ein von Renate Müller handgeschriebenes Einnähetikett mit persönlicher Unterschrift von "Renate Müller" und "Sonneberg Kasper 09/65 made in germany"
Zertifikat-Beigabe: ein von Renate Müller handgeschriebenes Zertifikat mit "Kasper 9/65 Sonderedition 650 Jahre SON" und handgeschriebener Unterschrift von Renate Müller
Beigabe: Der Kasper ist aufgebunden auf einem schwarz/weiß Druck vom Sonneberger Kasper und einem Farb-Bild von Rupfentieren aus der Werkstatt von Renate Müller. Sowohl auf dem schwarz/weiß Druck vom Sonneberger Kasper als auch auf dem Farb-Bild von Rupfentieren von Renate Müller ist die Limitierungsnummer 9/65 handschriftlich vermerkt. Auf der Rückseite des Farb-Bilds mit den Rupfentieren von Renate Müller ist die Biographie von Renate Müller aufgedruckt.
Retrospektive Renate Müller
60 Jahre Spielzeug und Design
Renate Müller gilt als die bedeutendste Künstlerin für Spielzeuggestaltung der letzten 60 Jahre. Ihre "Rupfentiere" und "Rupfen-Objekte" haben Weltgeltung und werden auf dem internationalen Weltmarkt zu Höchstpreisen gehandelt. Ihre "Rupfen-Schildkröte", die Renate Müller als "therapeutisches Spielzeug" 1968 zusammen mit ihrer damaligen Lehrerin Helene Häusler auf der Kunstfachschule in Sonneberg entworfen hatte und dann im elterlichen Betrieb "H. Josef Leven" in Sonneberg hat herstellen lassen, gilt neben dem "Kegelspiel", "Nilpferd" und "Nashorn" als eine ihrer ersten Kreationen.
Die weltweite Bedeutung von Renate Müller als Künstlerin für Spielzeuggestaltung zeigt sich auch darin, dass einige ihrer "Rupfentiere" und "Rupfen-Objekte" in die Sammlung für zeitgenössische Kunst des "Museum of Modern Art" (MoMA) in New York aufgenommen und dort unter dem Thema "Century of a child" ausgestellt wurden.
Nach ihrem Abitur studierte Renate Müller Mitte der 1960er Jahre Kunst und Design an der Sonneberger Fachschule für angewandte Kunst, an der auch schon unsere Großmutter Hilde Hermann, die spätere Ehefrau von Max Hermann, 1914 studierte. Die Fachschule war gegründet worden, um den Hersteller-Firmen der Sonneberger Spielzeugindustrie Nachwuchs für die Design-Gestaltung zu sichern. Die Lehrerin von Renate Müller an der Kunst-Fachschule war damals Helene Häusler. Helene Häusler war insbesondere vom Kunststil des "Bauhaus" inspiriert. Einfache Formgebung und Naturmaterialien waren ihr Ideal. So brachte sie einfache Zuckersäcke mit in die Schule und entwickelte zusammen mit ihrer Schülerin Renate Müller die erstem "Rupfentiere" und "Rupfen-Objekte", die formfest und stabil mit Holzwolle gestopft wurden. Die Verwendung des einfachen "Rupfen"-Materials der Zuckersäcke und die einfache Formgebung war damals in Sonneberg, wo sich alles um hochwertige Puppen und aus Plüsch gefertigte Tierfiguren drehte, eine Provokation. Helene Häusler aber ging es darum, spezielles therapeutisches Spielzeug für Kinder mit Behinderung zu entwerfen. Das Spielzeug sollte möglichst robust sein, das grobe Rupfenmaterial sollte den Tastsinn behinderter Kinder fördern und die stark vereinfachte Formgebung die Fantasie anregen.
Noch während ihres Studiums hatte Renate Müller die Idee, die von ihr entworfenen "Rupfentiere" im elterlichen Betrieb "H. Josef Leven" in Sonneberg/Thüringen in Serie herstellen zu lassen, die man dann erstmals 1967 auf der Leipziger Frühjahrsmesse präsentierte. Schon bald wurden Auktionshäuser und Kunstgalerien auf die "Rupfentiere" von Renate Müller aufmerksam, und so entwickelten sich die "Rupfen-Objekte" von Renate Müller vom rein "therapeutischen Spielzeug" zu gefragten Kunstobjekten, die auf nationalen und internationalen Ausstellungen gezeigt wurden und heute auf dem Weltmarkt zu Höchstpreisen gehandelt werden.
Auch nach der Zwangs-Verstaatlichung des elterlichen Betriebs durch das DDR-Regime im Jahr 1972 blieb Renate Müller weiterhin als Designerin im elterlichen Betrieb tätig, wo sie insbesondere die Herstellung ihrer "Rupfen-Objekte" überwachte. Der elterliche Betrieb "H. Josef Leven, Sonneberg" firmierte fortan unter dem Namen "VEB Therapeutisches Spielzeug" (VEB = Volkseigener Betrieb) und wurde in den Spielwaren-Verbund der DDR "VEB Sonni" integriert. Nach der Wende 1990 wurde der Spielwaren-Verbund der DDR "VEB Sonni" aufgelöst und Renate Müller gründete jetzt unter ihrem eigenen Namen ihre eigene Werkstatt, wo sie ausschließlich ihre "Rupfentiere" herstellte und eine Vielzahl neuer Entwürfe hinzufügte. Zur Zeit läuft unter dem Thema "60 Jahre Spielzeug und Design - Retrospektive Renate Müller" eine große Sonder-Ausstellung im Deutschen Spielzeugmuseum in Sonneberg, wo das Lebenswerk von Renate Müller gezeigt wird. Die Ausstellung dauert noch bis zum 19. April 2026. Übrigens - in den Vitrinen des Sonneberger Spielzeugmuseums sind auch einige alte Max Hermann Bären aus der Vorkriegszeit zu bestaunen. Ein Besuch lohnt sich auf jeden Fall.
Was viele aber vielleicht nicht wissen - Renate Müller ist unsere Cousine und Tochter der Schwester unserer Mutter. Auch unsere Mutter stammt ebenfalls wie die Mutter von Renate Müller aus dem Familien-Betrieb "H.Josef Leven, Sonneberg", der einst unserem gemeinsamen Großvater Friedrich Engel gehörte. So befinden sich einige Modelle aus der Feder von Renate Müller auch bei uns in Coburg in unserem Familien-Archiv von denen wir heute ein paar wenige hier in der Teddy-Fabrik vorstellen.
Übrigens ....
Auch unsere Mutter hat bereits ab den frühen 1980er Jahren für uns unter dem Namen "Die HERMANN Kindergartenfamilie" einige Tier-Figuren und Objekte aus echtem Jute-Naturmaterial entwickelt, die sich in ihrer einfachen Formgebung auf das Wesentliche beschränkten, um die Fantasie anzuregen. Wie es in unserem Katalog von 1981 heißt: "Nach medizinischen Wunschvorstellungen entwickelt. Die Oberflächenstruktur des Jute-Materials eignet sich besonders dazu, das Tastvermögen des Kindes anzuregen und zu kräftigen. Als Spielzeug besonders wertvoll."
Ursprünglich als Spielidee für Kindergärten erdacht avancierten unsere Jute-Tiere schon bald im Kunsthandel und bei Kunst-Galerien zu gefragten Kunst-Objekten.
60 Jahre Spielzeug und Design
Renate Müller gilt als die bedeutendste Künstlerin für Spielzeuggestaltung der letzten 60 Jahre. Ihre "Rupfentiere" und "Rupfen-Objekte" haben Weltgeltung und werden auf dem internationalen Weltmarkt zu Höchstpreisen gehandelt. Ihre "Rupfen-Schildkröte", die Renate Müller als "therapeutisches Spielzeug" 1968 zusammen mit ihrer damaligen Lehrerin Helene Häusler auf der Kunstfachschule in Sonneberg entworfen hatte und dann im elterlichen Betrieb "H. Josef Leven" in Sonneberg hat herstellen lassen, gilt neben dem "Kegelspiel", "Nilpferd" und "Nashorn" als eine ihrer ersten Kreationen.
Die weltweite Bedeutung von Renate Müller als Künstlerin für Spielzeuggestaltung zeigt sich auch darin, dass einige ihrer "Rupfentiere" und "Rupfen-Objekte" in die Sammlung für zeitgenössische Kunst des "Museum of Modern Art" (MoMA) in New York aufgenommen und dort unter dem Thema "Century of a child" ausgestellt wurden.
Nach ihrem Abitur studierte Renate Müller Mitte der 1960er Jahre Kunst und Design an der Sonneberger Fachschule für angewandte Kunst, an der auch schon unsere Großmutter Hilde Hermann, die spätere Ehefrau von Max Hermann, 1914 studierte. Die Fachschule war gegründet worden, um den Hersteller-Firmen der Sonneberger Spielzeugindustrie Nachwuchs für die Design-Gestaltung zu sichern. Die Lehrerin von Renate Müller an der Kunst-Fachschule war damals Helene Häusler. Helene Häusler war insbesondere vom Kunststil des "Bauhaus" inspiriert. Einfache Formgebung und Naturmaterialien waren ihr Ideal. So brachte sie einfache Zuckersäcke mit in die Schule und entwickelte zusammen mit ihrer Schülerin Renate Müller die erstem "Rupfentiere" und "Rupfen-Objekte", die formfest und stabil mit Holzwolle gestopft wurden. Die Verwendung des einfachen "Rupfen"-Materials der Zuckersäcke und die einfache Formgebung war damals in Sonneberg, wo sich alles um hochwertige Puppen und aus Plüsch gefertigte Tierfiguren drehte, eine Provokation. Helene Häusler aber ging es darum, spezielles therapeutisches Spielzeug für Kinder mit Behinderung zu entwerfen. Das Spielzeug sollte möglichst robust sein, das grobe Rupfenmaterial sollte den Tastsinn behinderter Kinder fördern und die stark vereinfachte Formgebung die Fantasie anregen.
Noch während ihres Studiums hatte Renate Müller die Idee, die von ihr entworfenen "Rupfentiere" im elterlichen Betrieb "H. Josef Leven" in Sonneberg/Thüringen in Serie herstellen zu lassen, die man dann erstmals 1967 auf der Leipziger Frühjahrsmesse präsentierte. Schon bald wurden Auktionshäuser und Kunstgalerien auf die "Rupfentiere" von Renate Müller aufmerksam, und so entwickelten sich die "Rupfen-Objekte" von Renate Müller vom rein "therapeutischen Spielzeug" zu gefragten Kunstobjekten, die auf nationalen und internationalen Ausstellungen gezeigt wurden und heute auf dem Weltmarkt zu Höchstpreisen gehandelt werden.
Auch nach der Zwangs-Verstaatlichung des elterlichen Betriebs durch das DDR-Regime im Jahr 1972 blieb Renate Müller weiterhin als Designerin im elterlichen Betrieb tätig, wo sie insbesondere die Herstellung ihrer "Rupfen-Objekte" überwachte. Der elterliche Betrieb "H. Josef Leven, Sonneberg" firmierte fortan unter dem Namen "VEB Therapeutisches Spielzeug" (VEB = Volkseigener Betrieb) und wurde in den Spielwaren-Verbund der DDR "VEB Sonni" integriert. Nach der Wende 1990 wurde der Spielwaren-Verbund der DDR "VEB Sonni" aufgelöst und Renate Müller gründete jetzt unter ihrem eigenen Namen ihre eigene Werkstatt, wo sie ausschließlich ihre "Rupfentiere" herstellte und eine Vielzahl neuer Entwürfe hinzufügte. Zur Zeit läuft unter dem Thema "60 Jahre Spielzeug und Design - Retrospektive Renate Müller" eine große Sonder-Ausstellung im Deutschen Spielzeugmuseum in Sonneberg, wo das Lebenswerk von Renate Müller gezeigt wird. Die Ausstellung dauert noch bis zum 19. April 2026. Übrigens - in den Vitrinen des Sonneberger Spielzeugmuseums sind auch einige alte Max Hermann Bären aus der Vorkriegszeit zu bestaunen. Ein Besuch lohnt sich auf jeden Fall.
Was viele aber vielleicht nicht wissen - Renate Müller ist unsere Cousine und Tochter der Schwester unserer Mutter. Auch unsere Mutter stammt ebenfalls wie die Mutter von Renate Müller aus dem Familien-Betrieb "H.Josef Leven, Sonneberg", der einst unserem gemeinsamen Großvater Friedrich Engel gehörte. So befinden sich einige Modelle aus der Feder von Renate Müller auch bei uns in Coburg in unserem Familien-Archiv von denen wir heute ein paar wenige hier in der Teddy-Fabrik vorstellen.
Übrigens ....
Auch unsere Mutter hat bereits ab den frühen 1980er Jahren für uns unter dem Namen "Die HERMANN Kindergartenfamilie" einige Tier-Figuren und Objekte aus echtem Jute-Naturmaterial entwickelt, die sich in ihrer einfachen Formgebung auf das Wesentliche beschränkten, um die Fantasie anzuregen. Wie es in unserem Katalog von 1981 heißt: "Nach medizinischen Wunschvorstellungen entwickelt. Die Oberflächenstruktur des Jute-Materials eignet sich besonders dazu, das Tastvermögen des Kindes anzuregen und zu kräftigen. Als Spielzeug besonders wertvoll."
Ursprünglich als Spielidee für Kindergärten erdacht avancierten unsere Jute-Tiere schon bald im Kunsthandel und bei Kunst-Galerien zu gefragten Kunst-Objekten.
Achtung!
Hochwertiger Sammlerartikel. Dieses Produkt ist kein Spielzeug im
Sinne der Spielzeug-Richtlinie (2009/48/EG Anhang I, 2 c + d). Dieser Artikel
ist ausschließlich für erwachsene Sammler im Alter von mindestens
14 Jahre bestimmt.
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